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29.06.2023

Über Ladyboys, Sexualität und aufwachsen als Jugendliche BiPOC ohne Mutter

Im heutigen Blogpost möchte ich gerne mit euch, passend zum Pride Month, einen sehr persönlichen Text teilen, den ich ursprünglich als Instagram Caption geschrieben habe. Allerdings habe ich mich dann doch umentschieden und wollte mich im Text auf die LGBTQI+ Community in Granada, wo ich gerade bin, konzentrieren und die Pride Demo und Parade die ich diese Woche besucht habe. Auch habe ich letzten Donnerstag ein Insta-Live mit meiner Freundin Pako gemacht, in dem wir über Queer sein in Thailand sprechen und über die Rechte und Voruteile aufklären. Wieso mir das Thema am Herzen liegt, werdet ihr wohl verstehen wenn ihr meine Texte lest, denn am Ende teile ich auch noch einen Auszug aus meinem (bisher unveröffentlichten) Buch.


21.05.2023

Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr - Wilhelm Busch

Da es letzte Woche einen Muttertags Blogpost gab, dachte ich, heute gibt es einen Vatertags Beitrag, schließlich war dieser vor ein paar Tagen (am 18.05.2023). Ich habe diesen jedoch nicht mit meinem Vater verbracht, da ich seit Mittwoch wegen einem Katzensitting Job in Oberfranken bin. Doch das macht nichts, mein Papa ist es gewöhnt, dass ich viel unterwegs bin und wir sind trotzdem immer verbunden. So ist das eben mit einer Nomaden Tochter. Als ich das erste Mal in Thailand war und alleine auf Reisen, haben wir jeden Sonntag telefoniert. Das ist jetzt zwar nicht mehr so, doch wir schreiben regelmäßig über WhatsApp und schicken uns Tierfotos, Reisetipps oder andere Dinge, die uns verbinden. Den heutigen Text, den ich mit euch teilen möchte, habe ich meinem Buch entnommen, dass ich meinen Eltern gewidmnet habe, so wie jetzt den Mai auf dem Blog. Ich bin beiden unglaublich dankbar für alles was sie jemals für mich getan haben. Die Beziehung zu den Eltern ist nicht immer einfach, vor allem wenn man Trennungskind ist, doch es lohnt sich, diese zu pflegen und zu heilen. Denn es ist Fakt, dass niemand perfekt ist -  vorallem nicht die Eltern - und man sich gerade als Familie immer wieder verletzt. Das schöne dabei ist jedoch, dass man als Erwachsene entscheiden kann ob man sich als Familie wieder vereinigt oder ob es doch zu toxisch ist und somit besser, getrennte Wege zu gehen.
 
In diesem Sinne, viel Spaß mit dem Text aus meinem bisher unveröffentlichen Buch!
 
 

14.05.2023

Um ein Kind zu erziehen, braucht es ein ganzes Dorf - afrikanisches Sprichwort

„Ihren Ausweis bitte. Passport, ID please“, sagt die Schaffnerin.
Der Mann antwortet: „In Deutsch bitte. Hier ist er."
Ich beobachte die Szene. Die Stimmlage. Die Körperhaltung der beiden Personen.
Die Schaffnerin hat einen aggressiven Unterton. Vielleicht ist sie genervt. Von was kann ich nicht genau sagen – vielleicht von ihrem Job? An einem Samstag Morgen arbeiten zu müssen? Oder von dem Fakt, dass diese Situation, in der sie gerade ist, öfter vorkommt.
Der Mann, dunkle Haut, Sonnenbrille, spricht perfektes Deutsch.
Ich höre aus dem weiteren Gespräch heraus, dass er zuvor in der 1. Klasse war. Anhand seines Bahntickets darf er das allerdings nicht.
Unabhängig von diesem Fakt, ist mir sofort aufgefallen, in welchem Ton der Mann „auf Deutsch bitte“ gesagt hat. Ebenfalls genervt und leicht aggressiv.
 
Als Beobachterin mit thailändischen, polnischen und deutschen Wurzeln, als Reisende und als Mensch sehe ich so vieles in dieser Situation. Ich sehe den unterschwelligen Rassismus. Ich sehe jedoch auch, dass die Bahnmitarbeiterin jeden Tag mit Touristen und Ausländern zu tun hat – das gehört zu ihrem Job. Ich sehe die Erfahrung des Mannes, als nicht Deutsch angesehen zu werden aufgrund seiner Hautfarbe. Unabhängig des Faktes ob er anhand des Tickets nun in der 1. oder 2. Klasse sein durfte oder nicht, ist es die perfekte Metapher, die mir das wahre Leben an diesem Samstagmorgen bietet, um diesen Text zu schreiben.
 

30.04.2023

Liebe ist auch loslassen

"Wenn meine Freundin mit dem Auto fährt und mich mitnimmt, dann gehe ich mit nach Spanien", schreibe ich einer guten Freundin. "Du bist Zeugin!" 
Ein paar Tage später, schreibt mir die besagte Freundin, dass sie nach Spanien fliegt. Für mich keine Option, denn erstens habe ich kein Geld für einen Flug und zweitens möchte ich innerhalb Europas nicht fliegen. 
"Ich muss jetzt mal vernüftigt sein", schreibe ich meinem Money-Mindset Coach. "Oder?" 
Sie antwortet: "Wie immer geht um die Balance im Leben. Manchmal ist es Zeit für Abenteuer und manchmal musst du vernüftigt sein und Zuhause bleiben."
Neumond, Sonnenfinsternis, die Planeten und vorallem das Tierkreiszeichen Stier, erinnern mich ebenfalls daran, was gerade Priorität hat. 
Alles ein Zeichen des Universums? Wieso fällt es mir so schwer, die Idee loszulassen nach Spanien zu reisen und dort die Feria, das Flamenco Festival nicht zu besuchen? Alles wegen dieser einen Person die ich so gerne wieder sehen möchte und die Angst etwas zu verpassen?

02.04.2023

Verletztlichkeit macht stark

„Was ist nur mit den Frauen los?“ beklagte er sich und schaute sie dabei an.
„Die eine betrügt ihren Freund mit mir und die andere hat mich gefriendzoned, dabei verhält sie sich überhaupt nicht so“, frustriert nahm er einen Schluck aus der Tasse.
„Hmm“ machte sie. „Schwierige Situation. Ich kenne die Frauen nicht. Außerdem: als ob ich die Antwort wüsste. Ich bin 30, Single und lebe im Kinderzimmer meines Neffen“ antwortete sie lachend. 
 

12.03.2023

Glaubst du an die Liebe?

"Ich kann sie nicht anders beschreiben, für mich war sie einfach ein Engel", sagte er.
Ihr Herz zog sich zusammen. Wie kitschig, dachte sie sich. Aber wie romantisch zugleich.
"Erzähl mir mehr", hörte sie sich sagen. 
Sie schauten beide in das Feuer vor ihnen. Sie waren die letzten, die anderen waren schon längst ins Bett gegangen. Sie hatte sich an ihn angekuschelt und ihn gefragt, ob er ihr mehr über sein Liebesleben erzählen würde, denn sie suchte Liebesgeschichten für ihr neues Buch. Doch dahinter steckte mehr, sie sammelte diese für ihr hoffnungsloses romantisches Herz, das gebrochen war. Wie viele Geschichten musste sie hören und wieder an die Liebe zu glauben?
 

26.02.2023

Über die Liebe

„Hier eine Sprachnachricht von meinem Freund aus Uruguay, er gratuliert Elijah“ – schreibe bzw. leite ich die Nachricht in meine Family WhatsApp Gruppe. 
Mein Bruder antwortet sofort: „meinem oder einen?“
Ich rolle mit den Augen. Wir hatten uns wenige Stunden zuvor bei der Geburtstagsparty meines Neffen getroffen und über meine Reisen gesprochen. Und natürlich Männer, die ich auf Reisen kennengelernt hatte.
„Ich habe nur einen Freund aus Uruguay. Trotzdem ist es auch meiner“ – antworte ich mit einem Lach Emoji. „Chillt euer Leben, es ist nur ein Kumpel“ füge ich hinzu.
„Hab nur einen Freund in Uruguay… Aaaber 2 in Porto Rico und 4 in Kambodscha, alles gut mache nur Spaß! *Lach Emoji*“ – ist die Reaktion meines Bruders.
Ich muss lachen und kann ihn irgendwie auch verstehen. 
Meine jüngste Schwester fügt hinzu: „Vielleicht ist es gar kein Kumpel… sondern Manuel Neuer!“
Ich liebe meine Geschwister und ihren Humor!
 

26.07.2020

Liebe zwischen zwei Welten: Glaubensätze, Herausforderungen und Hoffnung

Ich hätte wirklich nicht gedacht, dass ich jemals einen Artikel zu diesem Thema schreiben werde. Wenn ihr meinen Blog schon länger verfolgt, kennt ihr vielleicht meine Beiträge über meine damalige Fernbeziehung (und gleichzeitig mein erster Beitrag über die Liebe bzw. Liebesbeziehung) und über 8 Erkenntnisse die ich in 8 Jahren Beziehung gemacht habe. Danach habe ich nicht mehr über die Liebe geschrieben, denn ich hatte nichts mehr darüber zu sagen. Tja, falsch gedacht Jasmin! Letztes Jahr im Mai trennte ich mich nach 10 Jahren von meinem Partner. Davon berichtete ich nur kurz und schmerzlos in meinem Thailand Reisebericht von 2019. Auf Instagram schrieb ich dazu etwas mehr, denn bekanntlich hilft es mir immer sehr meine Gefühle in Worte zu fassen und mit der Welt zu teilen. Die Reaktionen darauf haben mich wirklich sehr berührt. Aber was hat das ganze mit dem heutigen Beitrag und vorallem dem Titel zu tun? Tja, Auslöser für die Trennung war vor allem eines: ich hatte mich in einen Inder verliebt.

11.03.2018

The capacity to be alone

"...is the capacity to love. It may look paradoxical to you, but it's not. It is an existential truth: only those people who are capable of being alone are capable of love, of sharing, of going into the deepest core of another person -without possessing the other, without becoming dependent on the other, without reducing the other to a thing, and without becoming addicted to the other. They allow the other absolute freedom, because they know that if the other leaves, they will be as happy as they are now. Their happiness cannot be taken by the other, because it is not given by the other." - Osho 

31.05.2017

Meine wichtigsten Erkenntnisse aus 8 Jahren Beziehung

Es war einmal ein kleines Mädchen, dass zu viele Disneyfilme schaute. In jeder dieser Filme ging es um Freundschaft, Familie und Liebe. Außerdem gab es immer ein Happy End. Das Mädchen träumte auch davon, eines Tages gute Freunde zu finden, eine glückliche Familie zu haben und die Liebe ihres Lebens zu finden. Im Laufe ihrer Jugendjahre merke sie jedoch das Disney ihr falsche Vorstellungen von der Liebe gegeben hatte. Das Leben verläuft nicht wie im Märchen und es gibt auch nicht immer ein Happy End!
via

28.08.2016

Ein Hippie Shooting, Problemzonen & Selbstliebe

Wie versprochen gibt es heute meinen zweiten Schwarzwald Teil in Form eines kleinen Hippie-Fotoshooting mit meiner Freundin Josie und ihrer Ente (Citroen 2 CV) Sunny. Falls ihr den ersten Teil verpasst habt, könnt ihr den hier nachlesen. Dort zeige ich euch Fotos von unserem Besuch der höchsten Wasserfälle in Deutschland in Triberg.

02.07.2014

give the ones you love wings to fly, roots to come back and reasons to stay - by Dalai Lama XIV

Ich wollte einen Text über meine Beziehung schreiben, ohne zu persönlich zu werden. Darüber wie es ist, in einer Fernbeziehung zu leben, wie ich damit klar komme, wollte Tipps geben und Hoffnung verbreiten. Aber leider kann ich nicht so gut schreiben, nicht so gut wie Angela, Luise oder Chi (ihr seid toll Mädels!). Oder das Thema ist einfach zu schwierig für mich. Ich komme mir nämlich irgendwie blöd vor, wenn ich meinen fertigen Text lese und frage mich allen erstens, ob mir jemand das Ganze glauben wird. Ich glaube mir natürlich, ansonsten hätte ich es nicht geschrieben, aber ich habe schon ein wenig Angst vor den Reaktionen und davor zuviel preiszugeben. Aber der Hauptgrund warum ich diesen Text geschrieben habe ist, dass ich schon oft von meinen Freundinnen (und auch anderen) darauf angesprochen wurde, wie ich mit der Fernbeziehung umgehe und die meisten meinten, dass sie sowas nicht führen könnten oder wollten. Deswegen wollte ich einfach mal aufschreiben, wie ich das so sehe und anderen einen kleinen Einblick gewähren. Vielleicht interessiert es ja nicht nur meine Freundinnen.