15.10.2023

magisches Riga und Tallinn, mein erstes Mal Couchsurfing & ein Traveldate!

Es war einmal eine junge Frau mit polnischen Wurzeln, die gegen Ende des Sommer den starken Drang verspürte das Land ihrer Ahnen zu bereisen. Als sie davon ihrer Freundin erzählte, mit der sie zusammen einen Reisepodcast hat, fragte diese sie, ob sie davor oder danach, mit ins Baltikum möchte - sie hatte schon alles geplant und gebucht. Ohne groß darüber nachzudenken, sagte die Frau mit den polnischen Wurzeln zu und so landete sie nach ihrer Nord/Ost Deutschland Tour mit dem Bus von Berlin in Riga, Lettland. 
 

Riga begrüßte sie mit dem schönsten Spätsommer Wetter und so beschloss sie, sich zunächst in einem Park auszuruhen. Doch das mit der Ruhe gelang ihr nur bedingt. Im Park wurde ein Fest veranstaltet und es gab allerlei Leckerein, Veranstaltungen, Aufführungen, Musik, Tanz und Demostrationen von Vereinen. Neugierig inspizierte sie die verschiedenen Stände, entdeckte landes typische Speisen und Getränke und setze sich am Ende auf eine Bank vor der Bühne. Sie bewegte sich zum Rythmus der Trommlern, lauschte den Liedern der Sänger in der Landessprache und schaute den Tänzern bei ihren eleganten Bewegungen zu.

Die erste Nacht verbrachte die junge Frau bei einer lieben Couchsurfing Familie. Es war das aller erste Mal, dass die dies ausprobierte - ihren Account hatte sie jedoch schon seit 10 Jahren. Damals hatte es jedoch nicht geklappt und dann hatte sie diese Art des Reisen einfach vergessen. Die Familie in Riga empfang sie herzlich, die Muter erklärte ihr, dass sie das Vatertags Fest im Park besucht hatte und die Kinder, zwei Jungen, spielten den ganzen Abend mit ihr Tiere erraten. Doch so einfach wie das klingt, war es gar nicht, stellte sie dabei fest und staunte über die Denkweise der Jungen und sich selbst.

An ihrem zweiten Tag in Riga machte sich die junge Frau auf den Weg in die Stadt, um ihre Freundin zu treffen. Dabei hielt sie spontan bei der National Bibliothek an, die jedoch leider genau an diesem Tag geschlossen hatte. Zusammen mit ihrer Freundin erkundete sie jedoch weitere Sehenswürdigkeiten der Stadt, wie die Altstadt, die Stadtmusikanten, die Katze auf dem Dach, einen weiteren Park.
 
 
Sie entdeckte dabei auch allerlei magisches - seien es Souvenirs von der Katze auf dem Dach, Hexen oder einen Schwarze Magie Laden. Der jungen Frau gefiel das sehr und fand es sehr passend zu ihrer ersten - magischen - Erfahrung im Baltikum und Riga. Den Abend ließen die beiden Freundinnen außerdem zuerst bei einer Bootstour auf dem Fluss und danach bei einem Glas Aperol Spritz, tradtionellem Knoblauch Brot und Pommes ausklingen, bevor sie müde ins Bett fielen.
 

Am nächsten Tag ging es nämlich mit dem Bus weiter nach Tallinn in Estland. Nachdem sie ihre Unterkunft bezogen hatten, machte sich ihre Freundin auf in den Spa um zu entspannen und die junge Frau beschloss, Yoga zu praktizieren als auch endlich ihr neu gekauftes Buch zu lesen. Und so verbrachten die beiden Freundinnen ihre Zeit getrennt, um ihre Batterien wieder aufzuladen. Am Abend speisten sie gemeinsam einen leckeren Pilz Burger in der Nachbarschaft und fielen müde und glücklich ins Bett.
 
Der zweite Tag in Tallinn begann in der alten Apotheke im Rathaus. Dort wo früher Fledermäuse und Frösche in magische Tinkturen gemischt wurden und heute Ibuprofen verkauft wird. Der jungen Frau gefiel das mal wieder sehr, dieser Hexen-Magie-Mittelalter Vibe war genau ihr Ding und ihre Epoche! Sie nannte sich nämlich selbst auch manchmal Hexe, vorallem weil sie in diesem Jahr meist auf schwarze Katzen oder Kater aufgepasst hatte...

Das Mittelalter ist sehr präsent in Tallin, denn es war eine Hanse Stadt und wurde von einer Verteidigungsanlage beschützt. Gleichzeitig sieht man russische Einflüsse in der Architektur, da es jahrelang von Russland besetzt wurde. Die Vergangenheit ist also immer präsent und so machten sich die beiden Freundinnen auf in ein weiteres Museum, das ihnen von einer lieben Kellnerin empfohlen wurde, um mehr darüber zu lernen.
 
 
Auf dem Weg dorthin entdeckten sie viele Aussichtspunkte, eine Markthalle mit Antiqutäten und leckeres Essen. Im Vabamu - dem Museum der Besetzung und Freiheit - verbrachten sie den regnerischen Nachmittag. Dort lernten sie nicht nur mehr über die Geschichte der Besetzung der Russen, sondern auch über den Feminismus in Estland. Das Museum wurde außerdem von Olga - einer Frau gegründet.

 
Der jungen Frau ging dieses Thema besonders nahe, da die Kellnerin, die ihnen das Museum empfohlen hatte, zuvor ihre persönliche Geschichte bezüglich des Urkraine Krieg mit ihnen geteilt hatte. Sie hatte Familie in der Ukraine und sie selbst war Russin. Die Kellnerin erzählte ihnen von ihrern Ängsten und Gefühlen und hoffte, dass Russland nicht auch, noch einmal, Estland angreifen würde. 

Der jungen Frau war bis dahin nicht bewusst gewesen, wie nah der Krieg war und wie klein und machtlos Estland gegen Russland ist. Sie hatte die meiste Zeit, seit dem der Krieg ausgebrochen war, in Spanien oder reisend verbracht und nur wenig von den Weltgeschehnissen mitbekommen, auch um sich selbst zu schützen. Sie war sehr empathisch und sensibel und fühlte den Weltschmerz immer sehr intensiv...

In diesem Sinne, gibt es kein Happy End für dieses Märchen.
Der Krieg ist immer noch im Gange und leider werden diese auch nich weniger, wie die aktuelle Situation in Israel / Gaza zeigt.

Ich hoffe, euch hat dieses Baltikum Märchen trotzdem gefallen!
 
Ich kann Riga und Tallinn aus vollem Herzen weiter empfehlen, beide Städte haben mir sehr gefallen und eignen sich meiner Meinung nach, sehr gut für einen Wochenend-Trip (2-3 Nächte). Ich fand es außerdem sehr schön, mal wieder mit einer Freundin unterwegs zu sein und bin sehr dankbar, dass mich meine Freundin gefragt hat, ob ich mitkommen möchte. Ich hatte diese Städte nämlich so gar nicht auf meinem Radar! Hier gibt's außerdem die Podcast Folge dazu mit mehr Details:

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