19.11.2017

Kurztrip Frankreich 2017: Affenberg, Colmar & wandern in den Vogesen

Ursprünglich wollten mein Freund und ich das verlängerte Wochenende über den Reformationstag und Allerheiligen im Elbsandsteingebirge verbringen, aber der Wetterbericht machte uns einen Strich durch die Rechnung. Es war regnen angesagt und darauf hatten wir so gar keine Lust! Also suchten wir uns ein Ziel aus, wo das Wetter besser sein sollte und wie das Schicksal es wollte, wurde es dann Frankreich. Um genau zu sein Colmar & die Vogesen, ein Mittelgebirge ähnlich wie der Schwarzwald. Wie wir die 3 Tage dort verbracht haben und wie es uns gefallen hat, erfahrt ihr in diesem Beitrag.
Vorbereitung
Nach meinem Schwarzwald Kurztrip im Juni war es wieder höchste Zeit in die Natur zu gehen und zu wandern! Also beauftragte ich meinen Wander Experten aka meinen Freund eine Wanderroute in den französischen Vogesen auszusuchen, nach dem wir uns aufgrund des Wetters gegen das Elbsandsteingebirge entschieden hatten. Als diese fest stand, buchten wir Freitagabends am 27.10.2017 eine Unterkunft via booking.com - ich glaube so sehr last minute habe ich noch nie etwas gebucht (auch wenn die Alpen-Kurztrip-Buchung nah dran war)! Somit stand schon mal die Unterkunft für Montag bis Mittwoch und die Wanderroute für Dienstag fest.
 Tag 1 - Montag, 30.10.2017
Außerdem entschieden wir uns den Affenberg "La Montagne des Singes" in Kintzheim zu besuchen, da dieser mir von meinem Lehrer empfohlen wurde, als ich ihm erzählte, dass wir vorhaben in die Vogesen zu fahren - danke für den Tipp Herr Müller! Der Affenberg ist mit dem vom Bodensee in Salem zu vergleichen, deswegen war es nichts neues für mich aber trotzdem schön und einen Besuch wert. Die Affen leben verteilt auf 24 Hektar das ganze Jahr über draußen und werden somit artgerecht gehalten. Außerdem unterstützt der Tierpark Naturschutzprojekte in deren Herkunftsländern wie Marokko und Algerien und klärt vor allem auf! Das finde ich immer super und unterstützenswert, auch wenn die Affen natürlich an Menschen gewöhnt sind. Es wurden allerdings auch schon viele Affen vom Affenberg nach Marokko ausgewildert um die Population zu födern!
Nach diesem kleinen Ausflug sind wir weiter nach Colmar gefahren. Nach Straßburg und Mülhausen ist Colmar die drittgrößte Stadt im Elsass und definitiv einen Besuch wert! Ich hatte vor langer Zeit einmal Fotos von Colmar auf Instagram gesehen, aber diese auch schon wieder vergessen. Somit waren meine Erwartungen sehr gering und über Sehenswürdigkeiten habe ich mich auch nur im schnelldurchlauf informiert, wovon nur das Viertel Klein Venedig / Little Venice hängen geblieben ist. Also parkten wir unser Auto in einem random Parkhaus und machten uns auf den Weg die Stadt zu erkunden. Diese hat mir aufgrund der vielen Fachwerkhäuser und dem typischen französischen Flair sehr gut gefallen! Ich liebe einfach Fachwerkhäuser (siehe Dänemark Reiseberichte). Außerdem haben wir auf den Weg nach Little Venice, den super coolen Hippie Laden "Namaste" entdeckt - falls ihr mal dort seid und Hippie Mode mögt, schaut unbedingt vorbei! Mehr haben wir auch gar nicht gesehen oder gemacht, denn wir lieben es einfach nur durch die Stadt zu bummeln. Dabei haben wir außerdem noch französische Seife, eine Wanderkarte und leckere Macarons gekauft. Ich liebe diese französische Gebäck / Süßigkeit und nehme es mir von jedem Frankreich Besuch als Souvenir mit nach Hause!
Gegen Abend ging es dann in unsere Unterkunft in Les Basses-Huttes in Orbey. Wir hatten eine Hütte auf einem Bauernhof gebucht auf die ich mich mega gefreut habe, aber leider teilte uns die Bäuerin bei der Ankunft mit, dass es beim buchen zu einer Überschneidung kam und wir dir Unterkunft doch nicht beziehen konnten (deswegen gibt's hier auch keine Empfehlung). Alternativ bekamen wir dann ein kleines Apartment, das ausreichend war, aber leider nicht auf dem Bauernhof lag. Das fand ich etwas schade, aber so war es halt. Bezahlt hatten wir schon per Kreditkarte und von der Ausstattung war es nur minimal "schlechter" - also haben wir uns nicht beschwert! Nach einer kurzen Ruhepause, ließen wir uns es im Restaurant der Auberge Schantzwasen (wo wir ursprünglich übernachten wollten, es aber leider schon ausgebucht war) mit Entrecôte und Rindergulasch gut gehen. Die Auberge machte aufjedenfall eine super schönen Eindruck und wir fanden es echt schade, dort nicht übernachten zu können - aber vielleicht das nächste Mal!

Tag 2 - Dienstag, 31.10.2017
Um 8 Uhr klingelte der Wecker, dann wurde im Hotel nebenan gut gefrühstückt (die wichtigste Mahlzeit des Tages, vor allem wenn man vor hat ca. 20 km zu wandern) und anschließend ging es zum Parktplatz am Lac Blanc, unseren Ausgangspunkt der Wanderung! Vom Lac Blanc (weißer See) sind wir dann über den Fernwanderweg G5 zum Lac Noir (schwarzer See) gewandert und das hatte es ganz schön in sich! Die ersten Höhenmeter waren wirklich der Horror für mich, mir wurde schwindlig und übel und ich musste mich übergeben. Danach ging es mir aber wieder gut und ich war motiviert weiter zu wandern! Eine Zeit lang zumindest. Ursprünglich wollte mein Freund nämlich gerne die 4 Seen Wanderung an einem Tag durchziehen. "Ca. 20 km mein Schatz - das schaffst du!" Hatte er gesagt. Aber Jasmin war einfach ein Lappen. Ein Loser. Ein faules Stück. Zu untrainiert. Zu lustlos. Zu unmotiviert. Ok, ich glaube ihr wisst jetzt Bescheid. Wir haben aus der 4 Seen Wanderung auf meinen Wunsch dann eben doch lieber eine 2 Seen Wanderung gemacht. Das waren insgesamt ca. 12 km vom Lac Blanc zum Lac Noir und wieder zurück in ca. 6 Stunden inklusive Pausen. Aufjedenfall ausreichend und ein Abenteuer, aufgrund der Höhenmeter und dem Abstieg vom Lac Blanc - das war so mega felsig, ich hab mich fast wie im Kawah Ijen in Indonesien gefühlt (siehe Video)!
Am nächsten Tag haben wir dann die anderen beiden Seen Lac des Truites ou Foulet und Lac Vert nachgeholt. Das war im Gegensatz zur Wanderung davor ein Spaziergang für mich - ohja und das aus meinem Mund! Irgendwie fand ich es ein bisschen ärgerlich, das ich die Strecke vom Lac Noir zum Lac Vert nicht auch noch am Tag vorher geschafft habe, denn diese war wirklich nicht schwer oder besonders anstrengend. Aber ich bin trotzdem froh, dass wir die Wanderung auf zwei Tage gelegt haben. Denn ich hätte es vielleicht zum Lac Vert geschafft, aber zurück nicht mehr!


Mein Fazit:
Der Kurztrip tat mir unheimlich gut, auch wenn ich vom wandern Muskelkater hatte. Aber ich liebe einfach die Natur, das wandern (wenn man nicht gefühlt 1 Stunde einen Berg hochlaufen muss, lol) und neue Orte zu entdecken. Das einzige was mich überrascht hat, ist wie teuer der ganze Spaß dann doch letztendlich war: angefangen beim Eintritt für den Affenberg, die Übernachtung, Abendessen und Frühstück, Kleinigkeiten wie die Macarons, die Seife oder die Wanderkarte... aber was ist schon Geld für diese schönen Erinnerungen? Auch wenn mein Freund und ich versuchen immer so günstig wie möglich zu reisen, viel wichtiger ist uns die Zeit zu zweit, diese zu genießen, uns auch mal was zu gönnen und Momente zu erschaffen, an die wir uns unser Leben lang erinnern. Also alles richtig gemacht!


Wie habt ihr das verlängerte Wochenende verbracht?
Und welcher Teil von meinem Kurztrip hat euch am besten gefallen?

Kommentare:

  1. Hallo meine Liebe!

    Das klingt nach einem recht schönen Kurztrip (bis auf diesen Zwischenfall mit dem Hotel und der, dass du dich übergeben musstest) Und die Landschaft sieht wirklich so, so schön aus! :-)

    Viele liebe Grüße und einen schönen Start in die neue Woche!
    Anna :-)
    https://wwwannablogde.blogspot.de

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  2. Sehr schöner Beitrag meine Liebe!!! Und cool, dass ihr in Frankreich dann besseres Wetter hattet! Affenberg ist immer ne coole Sache. Ich war auf dem am Bodensee und fand's echt super damals. Die waren aber auch rotzfrech und haben meiner Schwester aus dem Kinderwagen die Kekse geklaut :-D
    Und wie geil, dass du dann auch noch nen Hippieladen gefunden hast! Das mit der Unterkunft ist halt mega ärgerlich. Wär dann halt doch nochmal schöner gewesen auf nem Bauernhof zu übernächten. Hab ich noch nie gemacht, aber stell ich mir schon toll vor. Dass Tag 2 anfangs zum Kotzen war ist natürlich auch sehr schade, aber es hat sich ja zum Glück noch gebessert :-D Sah auf jeden Fall nach einem sehr schönen Kurzurlaub aus! Sowas muss man ab und zu einfach mal machen und bei uns hat sich das ja extrem angeboten mit den Feiertagen. Krass, dass du halt auch mit dem Top da sitzt!!

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  3. Schön, dass ihr doch so spontan umplanen konntet. Scheint sich echt gelohnt zu haben! Seen mag ich ja sowieso immer total gern... und diese alten Gassen sehen auch sehr schön kitschig aus! Genau mein Geschmack!

    Haha, so einen Vater-Tochter-Trip stelle ich mir toll vor!! Gerade in Schottland könntet ihr ja wirklich zig Filmkulissen besuchen... Was da alles gedreht wurde! Auch abseits von Harry Potter... :)

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  4. Mal wieder ein toller Beitrag und das hört sich doch nach einem schönen Kurztip an, auch wenn es natürlich schade ist, dass da mit der Buchung was schief ging (sowas ist uns bei unserer London Reise leider auch passiert) und du dich übergeben musstest. Aber Hut ab, dass du die Wanderung dann durchgezogen hast ;). Für die Aussicht hat sich das auf jeden Fall gelohnt, denn die Bilder sind ein Traum. Ansonsten bin ich auch begeistert von den Fachwerkhäusern, du weißt ja: Ich liebe alte Gebäude <3.

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Ich habe als Grundlage ja den Bücher-Tag genommen, der auf Englisch ist. Von dem habe ich einige Fragen übernommen, aber andere Buchstaben auch abgeändert und angepasst. Würde mich aber freuen, wenn noch mehr Blogger mitmachen und der Tag sich so verbreitet. Vielleicht hast du ja auch Lust ;).

    Ja bei Louis gibt es schon ein paar Lücken, auch wenn anderes wieder ziemlich gut bekannt ist aufgrund von Briefwechseln und Aufzeichnungen. Da ähnelt es ja auch sehr den Tudors, wo man die grundlegenden Fakten kennt, aber manches wiederum im Dunkeln bleibt. Bie "The Crown" hat mich auch dieser Fakt am meisten gefallen, da man die Serie so auch ernst nehmen konnte und das Ganze in der Realität auch ähnlich abgelaufen sein könnte. Ich bin gestern ja mit der zweiten Staffel von Stranger Things fertig geworden und nun echt gespannt auf die dritte. Vor allem die Freundschaft zwischen Steve und Dustin war eines meiner Highlights.

    Oh okay, das kann ich aber verstehen, denn zu viele Menschen sind dann auch anstregend. Ich war bisher ja noch in gar keinem Dungeon, aber habe schon gehört das die immer ähnlich aufgebaut sind und sich halt an der Geschichte des Landes orientieren.

    Oh ja das muss man und wir haben das auch gemacht, weshalb ich beispielsweise leider auch nicht im Madame Tussauds war, aber wir wollten uns erstmal auf das kulturelle konzentrieren, weil wir von der Geschichte der Stadt fasziniert sind. Der Rest kommt dann beim zweiten Trip, wo ich dann auch gerne in einige umliegende Städte (Oxford, Bath usw.) fahren würde.

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    1. Dankeschön für dein liebes Kommentar, dann hoffe ich, ich konnte dich etwas ablenken und dir vielleicht auch neue Inspiration geben ;).

      Es war auch echt das einzige Mal das ich so viel Geld für ein Buch ausgegeben habe, seitdem kam das nicht mehr vor. Jetzt warte ich lieber bis die Bücher im Taschenbuch vorhanden sind, ergattere auch gerne mal Exemplare als Mängelexemplar oder greife auf andere günstige Alternativen zurück. Gerade die Büchereimitgliedschaft ist ein Segen, sodass ich nicht mehr jedes Buch kaufen muss und immer was zum Lesen habe. Bei Sachbüchern finde ich so einen Preis aber auch gerechtfertig. Meine Bücher über die Tudors waren auch nicht so günstig und haben meist um 20 € gekostet, aber da finde ich das ebenfalls in Ordnung, weil hinter solchen Bücher meist monate- manchmal sogar jahrelange Recherchen stecken. Woa das ist ja echt teuer für die Seitenanzahl.

      400 bis 600 Seiten sind sonst auch die Länge die ich bevorzuge und als optimal erachte. Die dickeren Bücher sind bei mir somit auch die Ausnahme, weil ich einfach seltener zum Lesen komme, als noch in der Jugend. Aber Outlander ist halt echt auch in Buchform einfach zu gut, um die Reihe nicht zu lesen.

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    2. Aww Dankeschön für dein liebes Kommentar <3. Also wenn man nicht ein großer Harry Potter Fan ist, dann lohnt sich die Tour nicht und es wäre schon viel Geld, aber für Fans ist sie ein absolutes Highlight.

      Ich finde das auch richtig cool, weil so auch mehr Menschen dazu animiert werden ins Museum zu gehen und vor allem auch Familien mit niedrigerem Einkommen solche kulturellen Angebote wahrnehmen könnten. Würde mir das auch für Deutschland wünschen, denn in England klappt die Finanzierung auf diese Art und Weise ziemlich gut, denn viele Leute haben gespendet, aber auch beim Essensverkauf war immer ein großer Andrang, sowie in den Museumsshops.

      Disneyland steht aber auch noch auf meiner Reisewunschliste. Wobei es da doch ja auch einige Studios gibt, wenn ich mich nicht täusche.

      Ich habe ja schon öfters gehört, dass reale Filmkulissen in echt meist nicht so beeindruckend wirken wie in den Serien. Da wird dann doch noch mal ziemlich viel gemacht, da mit ein Platz besser wirkt. Aber die Outlander Tour würde ich auch gerne machen und da habe ich bisher auch echt viele positive Kommentare dazu gehört, da sie ja an echten geschichtlichen Plätzen gedreht haben, sowie natürlich auch die Tour zu Game of Thrones.

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