06.04.2016

Gelesen: Reise und Abenteuer Romane [Januar - März 2016]

In meinem heutigen Gelesen Post, möchte ich euch gerne 6 Reise- und Abenteuer Romane vorstellen, die ich in den letzten Monaten gelesen habe.
Die Expedition von Monika Bittl und Die schönsten Abenteuergeschichten, 
Herausgegeben von German Neundorfer, veröffentlicht im Fischer Taschenbuch Verlag
[ Januar ]

Den Anfang macht die Geschichte über 5 unterschiedliche Frauen, die im Jahr 1903 zusammen auf eine Alpen Expedition gehen: im Winter und mit Schlittenhunden! Davor hatte das noch nie jemand gemacht aber den Frauen gelingt es, Sponsoren zu finden die ihnen die Expedition ermöglichen. Ich finde die Geschichte wirklich wunderbar, da es aus der Sicht jeder der 5 Frauen geschrieben ist und jede Frau ihre eigenen Macken, Geheimnisse und liebenswerten Eigenschaften hat. Der Erzählstil gefällt mir dabei total gut und auch der geschichtliche Aspekt, macht es für mich unheimlich spannend. Anfang 1900 saßen viele Frauen brav Zuhause, kümmerten sich um den Haushalt und erzogen die Kinder. Aber natürlich gab es immer Ausnahmen, die nicht in die Norm passten und unabhängig sein wollten, was zu dieser Zeit noch schwerer war als in der heutigen. Ich finde, dass Buch macht Mut an seine Träume zu glauben und diese auch zu verwirklichen, denn viele Frauen schreckt es ja zum Beispiel ab alleine zu reisen. Aber das ist wirklich kein Problem! Es gibt so viele alleinreisende Frauen da draußen (inklusive mir manchmal) und nur, weil man niemanden findet der mit einem verreisen möchte oder weil es so "gefährlich" sein soll, sollte man sich davon nicht abhalten lassen!

Von einer starken Frauengeschichte zu vielen Abenteuergeschichten in der größtenteils Männer die Hauptrolle spielen. In diesem Buch sind viele ganze Geschichten aber auch Auszüge aus Abenteuerromanen wie beispielsweise Moby Dick, Des Freiherrn von Münchhausen, vom Seemann Kuttel Daddeldu, die drei Musketiere, der letzte Mohikaner, Robinson kehrt nach England zurück, Frankenstein und Daidalos und Ikaros. Ich habe es mir gekauft, weil ich gerne etwas für zwischendurch lesen wollte und dafür hat es sich ganz gut geeignet. Die Sprache ist zwar nicht immer einfach zu verstehen, aber größtenteils gefällt mir der Schreibstil. Leider kann ich mich allerdings an die wenigsten Geschichten erinnern, einfach weil ich viele nicht so spannend fand. Aber ich glaube, ich werde mir Moby Dick und Robinson Crusoe mal richtig vornehmen, denn diese beiden Abenteuerklassiker habe ich tatsächlich noch nie gelesen!
Das Schneemädchen von Eowyn Ivey und Unter den Sternen von Francesco Zingoni
[ Februar ]

Das erste Mal das ich "Das Schneemädchen" gesehen habe, war auf Franziskas Blog. Damals hab ich es mir sofort auf meine "zu lesen" Liste geschrieben (ja sowas habe ich weil ich einfach so viel lesen möchte!!!) weil es mich neugierig gemacht hat und nun kam ich auch dazu es zu lesen! Im Buch geht es um das Paar Mabel und Jack, die in den 1920er Jahren nach Alaska auswandern. Das Leben in der Wildnis Alaskas wird beschrieben und wie sehr das Paar daran leidet, keine Kinder zu haben. Damals war ganz wichtig, weil viele Familien Bauern waren und die Kinder von klein auf mithelfen mussten. Auch waren Kinder eine Art "Altersvorsorge", man wollte den Bauernhof natürlich vererben. In der heutigen Zeit ist das natürlich nicht mehr so, jedenfalls in den wohlhabenderen Ländern. Jedenfalls bauen Mabel und Jack zusammen ein Kind aus Schnee und tags darauf entdecken sie ein Kind am Waldrand, das sogenannte "Schneemädchen". Ich finde die Geschichte wirklich zauberhaft und mysteriös, wunderschön aber auch etwas traurig. Ich konnte mir richtig gut die Einsamkeit in der Wildnis vorstellen und wie schön es da für Mabel wäre, ein Kind zu haben und sich darum zu kümmern. Ich hatte wirklich Mitleid mit ihr und Jack und es hat mir stellenweise wirklich das Herz gebrochen, so wie die Beziehung der beiden beschrieben wird. Aber umso glücklicher hat es mich dann gemacht, als die Geschichte mit dem Schneemädchen los ging und auch wie es ausgeht. Ich finde die Mischung aus Märchen und harte Realität ist gut gelungen und macht es lesenswert!

"Unter den Sternen" empfehle ich euch, wenn ihr abenteuerlustig seid, gerne mehr über andere Kulturen wissen wollt, ihr es rätselhaft mögt und gerne spekuliert und wenn ihr auf Liebesromane steht! Obwohl mich das mit der Liebe ziemlich überrascht hat, denn es war gegen Ende wirklich kitschig aber schön!!! Dazu müsst ihr wissen, dass ich Liebesromane gar nicht lese (bis auf wenige Ausnahmen aber seit dem nie mehr) und ich mir das lieber als Film anschaue. Aber bei dieser Geschichte verzeihe ich es, denn ich fands echt angenehm kitschig und hach. Ich habe Rotz und Wasser geheult!!! Und das hab ich schon ewig nicht mehr bei einem Buch (ich glaub das letzte Mal bei Ayla). Außerdem fand ich es total spannend, da es um einen Mann geht der sein Gedächnis bei einem Schiffbruch verloren hat und sich deshalb auf die Suche nach "sich selbst" und seiner Ehefrau macht! Außerdem wird er von einem Volk aufgenommen, das auf einer Insel im Einklang mit der Natur lebt. Das trifft einfach total meinen Geschmack! Ich würde auch sagen, dass es mein Lieblingsbuch der letzten Monate und des bisherigen Jahres ist. So toll fand ich es! 
Mayas Tagebuch von Isabel Allende und Die Tochter der Tibeterin von Federica de Cesco
[ März ]

Von Isabel Allende kenne ich bisher nur die "Abenteuer von Aguila und Jaguar" Reihe, die mir mein Freund als Hörbuch gezeigt hat und ich total liebe! Auch wenn es Kinder/Jugendbücher sind. Mayas Tagebuch ist ebenfalls eins und erzählt die Geschichte von Maya, die eine schwere Zeit hinter sich hat, da ihr Opa gestorben ist zu dem sie eine sehr enge Bindung hatte. Sie verfällt dann in einen Drogensumpf und haut auch noch von Zuhause ab beziehungsweise flieht aus dem Internat, in das sie ihr Vater gesteckt hat. Sie lebt dann eine Weile in Las Vegas, der Stadt der Sünden. Davon häuft sie auch einige an, bis sie schließlich wieder zurück zu ihrer Oma findet. Diese bringt sie auf eine Insel nach Chile zur Rehabilitation und weil Maya in kriminelle Machenschaften verwickelt ist. Das Buch ist wirklich spannend, da es rückblickend erzählt wird, es auch um die chilenische Geschichte geht und von dem Leben einer jungen Person, ihren Fehlern, Eigenschaften und Erkenntnissen handelt. Man merkt wie sich die Denkweise von Maya von Seite zu Seite verändert und wie sich weiter entwickelt, reflektiert und schließlich erwachsen wird. Stellenweise habe ich mich selbst darin gefunden und sogar auch eine Freundin von mir in Maya gesehen. Das finde ich echt schön zu lesen, da es mich zum Nachdenken über mein eigenes Leben gebracht hat. Auch wenn die Vergangenheit natürlich nicht so schön ist, jeder hat doch Leichen im Keller und das finde ich echt beruhigend!

Erstes Mal: Federice de Cesco ist mit Abstand meine Lieblingsautorin. Ich habe bisher von noch niemanden so viele Bücher gelesen wie von ihr und bisher haben mir alle gefallen! Manche natürlich mehr und andere weniger, aber keines davon fand ich so schlecht, dass ich den Kauf bereut hätte. Nun aber zum Buch. Da war ich nämlich wieder mal verpeilt hoch tausend (so bin ich einfach lol). Denn ich dachte es wäre der zweite Teil vom Buch "Das Haus der Tibeterin" das ich vor einiger Zeit mal gelesen hatte. Deswegen habe ich mir "Die Tochter der Tibeterin" gekauft. Aber als ich dann anfing zu lesen, kamen mir die Namen total unbekannt vor. Da dachte ich noch so "ach hättest du doch den ersten Teil nochmal vorher gelesen". Als ich dann schon in der Mitte des Buches war und immer noch keinen Plan hatte, was die Geschichte mit dem ersten Teil gemeinsam hat, habe ich recherchiert und ich habe festgestellt, dass "Das Haus der Tibeterin" gar keinen zweiten Teil hat!!! Also habe ich jetzt den zweiten Teil von "Die Tibeterin" gelesen und aber eben den ersten Teil nicht. Wirklich super gemacht Jasmin!Und danke Federica de Cesco für diese Verwirrung :D Nichtsdestotrotz hat mir das Buch gefallen, da ich sehr gern mehr über Tibets Geschichte erfahren habe und hier auch sehr cool das Leben der Nomaden beschrieben wurde, sowieso das Erntefest und alte Traditionen. Bin davon einfach total fasziniert und möchte unheimlich gerne einmal nach Tibet reisen, koste es was es wolle! Daher bin auch erstmal tolerant den Chinesen gegenüber, auch wenn es ihnen nie verzeihen werde, was sie Tibet angetan haben.

Was habt ihr in letzter Zeit gelesen? Und seid ihr manchmal auch so verpeilt?

1 Kommentar :

  1. Ich bin leider kein richtiger Leser sowie du, aber trotzdem ein wirklich toller Beitrag!
    Sophie♥

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