07.02.2016

Mein Wort 2016


Vor ein paar Wochen entdeckte ich durch Antje von mit Rucksack und Kamera Tanja's Blog Reiseaufnahmen und die Blogparade "Mein Wort 2016". Da ich sowohl Antjes Beitrag als auch die Idee von Tanja so toll fand und sie außerdem auch aus Karlsruhe kommt (juhu die erste Reisebloggerin die ich aus der Umgebung entdeckt habe!) hatte ich sofort Lust mitzumachen. Dabei fiel es mir erst total schwer nur ein Wort für mein Jahr zu finden, aber dann kam es wie ein Blitz in meinem Kopf geschossen:

V e r ä n d e r u n g 

Mit Veränderung verbinden die meisten Menschen etwas negatives. Weil Menschen eben öfter negativ denken als positiv. Aber wie ihr wisst, bin ich ja Optimistin und sehe in allem das gute und mache das Beste draus. So auch aus meinem 2015. Den zwei große Veränderung standen an. Mein Freund ging ab März für 10 Monaten auf Reisen und ich begann im September meine Ausbildung als Kauffrau für Groß- und Außenhandel. Wenn das mal keine Veränderung ist! Viele meiner Freunde meinten, wie ich das denn aushalten kann, erst eine Fernbeziehung von 2,5 Jahren und dann nochmal 10 Monate Verzicht! Aber hey, wie das mit unserer Fernbeziehung so ist, hab ich euch ja schon mal hier erklärt. 

Viel mehr geht es mir um meine Ausbildung. Denn die hat mich zu meinem super glücklich gemacht, weil ich endlich wieder arbeiten konnte und einen geregelten Alltag hatte, aber teilweise auch überfordert. Aufstehen um 6 Uhr, Arbeitsbeginn um 7 Uhr, Feierabend um 16:20 Uhr. Hilfe! Ich hasse früh aufstehen, denn ich bin ein totaler Morgenmuffel. Bitte nicht ansprechen bevor ich nicht mit meinem Hund draußen war! Danach aber auch bitte nicht stressen. Nach dem Feierabend hat man außerdem auch so verdammt wenig Zeit. Wie nutzen? Youtube Videos gucken? Blogs lesen? Kann man mal machen. Etwas mit Freunden unternehmen? Zu müde. Vor'm TV chillen? Nä, zu viel Werbung! Beste Alternative: lesen. Ich habe 2015 soviele Bücher wie noch nie gelesen und ich glaube das liegt auch an meiner Ausbildung. Denn statt wie schon gesagt Youtube oder TV zu schauen, greife ich lieber zu einem guten Buch! Außerdem habe ich ein Hobby wiederentdeckt, ich tobe mich neuerdings kreativ in meinem Malbuch für Erwachsene aus und höre dabei Musik, total entspannend! 
Ich habe zwar schon mal 8 Monate Vollzeit gearbeitet, aber habe nie richtig den Anschluss zu meinen Kollegen gefunden. Ich war einfach zu schüchtern. Ganz anders bei der Ausbildung. Ich bin fast schon zu frech zu meinem Chef und meinen Kollegen und muss meine Zunge zügeln. Aber ich komme gut zurecht! Wir haben Spaß und lachen viel, aber gearbeitet wird natürlich auch. Ich bin so froh, dass ich mich mit meinen Arbeitskollgen und den anderen Auszubildenden verstehe, es gibt einfach nicht schlimmeres als arbeiten zu gehen und sich dort neben der Arbeit zu langweilen.

Auch in der Schule merkt man einfach wie ich mich verändert habe. Von der schulischen Leistung her bin ich zwar immer noch kein Genie und werde auch nie eines sein, aber ich bin einfach viel offener und nicht mehr so zurückhaltend. Dank meiner 3-jährigen Schulpause und meiner Reisen! Mein Selbstbewusstsein ist einfach so gewachsen und darauf bin echt stolz. Meine große Klappe hat außerdem auch dazu geführt das ich die weibliche Klassensprecherin geworden bin. Hab mich meine ganze Schullaufbahn davor gedrückt und früher hätte mich auch nie jemand gewählt. Aber kaum macht man mal die Klappe auf und setzt sich für Gleichberechtigung ein, wird man Klassensprecherin :D (wir sind nur 10 Mädels in der Klasse und 20 Jungs).

 Ich finde die Veränderungen an mir und meinem Leben gut! 

Ich bin froh darüber das ich nicht gleich nach der Schule eine Ausbildung angefangen habe und mich erstmal selbst finden konnte. Die lange Pause war zwar auch teilweise unfreiwillig und ich hatte wirklich verzweifelte Momente, aber das alles hat mich gestärkt. Dadurch bin ich einfach so geworden wie ich jetzt bin. Dank meiner Reisen, Tiefpunkten und viel Zeit mit mir alleine. Denn auch die Fernbeziehung hat zur Entwicklung meiner Persönlichkeit beigetragen. Ich bin viel lockerer, nicht mehr so stark eifersüchtig, kann mich besser ausdrücken und meine Gefühle kundtun (nicht nur bei meinem Freund sondern auch meiner Familie und meinen Freunden - sagt ihnen so oft es geht wie sehr ihr sie liebt!!!) und habe weniger Angst vor der Zukunft. Das war nämlich einer meiner größten Ängste während und nach der Schulzeit. Aber dadurch das ich jetzt im Moment lebe und immer das Beste aus der Situation mache, bin ich davon überzeugt, dass alles gut wird! Ich habe das Gefühl, ich bin angekommen und habe mich selbst gefunden. Ich weiß was ich will und was nicht, kann meine eigene Meinung vertreten und zu mir selbst stehen. Vielleicht bin ich doch erwachsener als ich dachte...

So richtig bewusst ist mir das allerdings erst mit dem Anfang meiner Ausbildung letztes Jahr geworden.

Kommentare :

  1. Du sprichst mir wirklich aus der Seele! Ich bin in den letzten drei Jahren 6 mal umgezogen, es gab also reihenweise Veränderungen. Ich war früher immer super Plan orientiert und ohne mir vorher alles auszumalen ging gar nichts. Aber irgendwann merkt man, dass man es einfach auf sich zukommen lassen sollte. Genau wie du eben sagtest: Man sollte im Jetzt leben :) Und wenn man dann zurück blickt, freut man sich doch, was die Veränderung alles so mit sich gebracht hat. Super Eintrag!

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  2. Ein wirklich toller Beitrag und das Wort passt perfekt zu deinen Jahr. Früher hatte ich auch Angst vor Veränderungen und ich mag es auch heute noch nicht, wenn etwas Neues ansteht und man nicht weiß was einen erwartet, aber ich habe auch gelernt es positiver zu sehen. Denn nach jedem Abschluss hat sich irgendwie eine Tür geöffnet und es kam alles so wie es kommen musste. Somit waren alle die Ängste und Gedanken wirklich überflüsig. Nach meinem Studium steht mir ja erneut dann so eine Zeit bevor, wo ich dann nicht weiß wo es beruflich hingeht, aber ich bin mir sicher, alles wird irgendwie seinen Weg gehen.

    Das du selbstbewusster geworden bist, darauf kannst du auch stolz sein. Finde Reisen lässt einen wirklich reifen und aus dem Grund finde ich es so schade, dass ich bisher noch nicht so viel von der Welt gesehen habe. Man erlebt dabei so viel, verändert sich, wird erwachsener und bekommt auch eine andere Sicht auf die Welt. Ich habe mich am meisten verändert als ich damals meine Ausbildung gemacht habe, dadurch bin ich auch viel erwachsener geworden, habe die naive Sicht auf die Welt abgelegt und auch gelernt, dass nicht immer alles so laufen kann wie man es möchte. Das du auf der Arbeit so viel Spaß hast freut mich sehr zu hören, das ist echt Gold wert. Wünschte mir damals bei meiner Ausbildung wäre es auch so gewesen ;).

    Danke auch für dein liebes Kommentar.
    Dankeschön :). Ich freue mich bei Die Unfassbaren echt sehr auf die Fortsetzung, da spielt ja auch Daniel Radcliffe mit. Ich mag ihn auch abseits von Harry Potter sehr. Wobei ich bei der Fortsetzung von Pitch Perfect den Soundtrack nicht so gut wie bei Teil 1 fand, dafür liebe ich aber Flashlight. Toller Song. Bin aber trotzdem gespannt wie es da weitergeht und welche Ideen die Macher für die Fortsetzung haben.

    Bad Neighbours konnte mich wie gesagt nicht so packen, aber ich bin ja nicht so der Komödien Fan. Zwei an einem Tag habe ich bisher noch nicht gesehen, aber den Film schon beim Prime auf meiner Watchliste, bisher bin ich nur noch nicht dazu gekommen ihn mal zu schauen ,aber habe über ihn schon gehört, dass der sehr gut sein soll. Die Geschichten sind hier auf jedenfall ähnlich, aber das ist im Liebesbereich ja auch normal. Ich hatte von Love Rosie nur damals das Buch gelesen und das ist echt wunderschön gewesen und halt wirklich rein in Briefen, Chat Nachrichten oder Sms geschrieben. Somit ist das Buch echt was besonderes, weil es trotzdem die Geschichte in der Form auf eine tolle Weiße erzählt.

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  3. Ein wunderbarer Beitrag von dir, solche lese ich immer super gern. Und du hast Recht das waren wirklich viel große Veränderungen auf einmal für dich. Allerdings freut es mich sehr das du nun in deiner Lehre so gut angekommen bist & mit deinen Kollegen & deinem Chef fachsen machst & kaum ein Blatt vor den Mund nimmst.
    Am Anfang meiner Lehre war ich auch noch ziemlich ruhig, aber das ist dann auch gewachsen & nun bin ich schon in den unterschiedlichen Schichten bei manchen gar nicht mehr weg zu denken, selbst wenn man sich nur kurz zur Schichtübergabe sieht wird immer ein kleines Pläuschchen gehalten.

    Sophie♥

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  4. Hach ja, Reisen prägt einen wirklich.

    Danke Jasmin für deinen schönen Beitrag und das mitmachen bei meiner Blogparade. Veränderungen sind etwas tolles. Ich glaube, dass Menschen, die stehen bleiben, ganz viel verpassen. Wobei ich es auch gleichzeitig gefährlich finde, zu sehr in der Zukunft zu leben.

    Was du da beschreibst klingt nach einer perfekten Waagschale!

    Liebe Grüße
    Tanja

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  5. Ich freue mich für dich, dass die Veränderungen so positiv bei dir sind und du dich wohl mit deinen Kollegen und deinem Chef fühlst. Behalte deinen Optimismus. Ich liebe deine Beiträge, auch, wenn ich eher stille Leserin bin.

    Liebe Grüße, Ari
    http://www.moderiamia.de

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  6. Wow, toll geschrieben ich bin richtig eingesagt worden...
    Eine Pause nach dem Abi ist das beste was machen machen kann, ich mache gerade eine Weltreise und ich kann mir nichts besseres vorstellen.
    Und Dein Optimismus ist zu beneiden, mach weiter so.

    Fühle dich gedrückt, Laura

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  7. Veränderungen mag ich auch nicht sooo gern. Ich mag auch keinen Stillstand, aber Veränderungen hab ich bisher auch nicht immer positiv empfunden. Da gehöre ich wohl zur typischen Allgemeinheit und assoziiere mit diesem Wort eher blöde Erinnerungen.

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  8. Ich habe meistens auch ziemlich große Angst vor Veränderungen, aber was viele vergessen ist, das Veränderungen nicht immer direkt negativ sein müssen. Viele Dinge ändern sich auch zum positiven & deshalb sollte man auch immer offen für etwas neues sein - daraus kann man nur lernen & wird um ein kleines bisschen Wissen reicher :)

    Liebe Grüße :)
    http://www.measlychocolate.de

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  9. ich finde mich in deinem kommentar wieder, bin genauso :D wäre aber gerne weniger faul :(((

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  10. Sehr schöner Artikel. Veränderungen kann man ja eh nicht aufhalten und ich finde es schön, wie du die positiven Seiten aufzeigst :)

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